Dienstag, 23. Mai 2017

Rotkäppchen, die Königin und kein böser Wolf - Märchen-Shooting die Zweite

 ** Fotolastiger Blog-Beitrag **

Unser letztes Fotoshooting auf der Burg Landeck ist ja noch gar nicht lange her. Aber da wir dort vom Sturm so schnell wieder vertrieben worden waren, setzten wir für Samstag noch ein weiteres Märchen-Shooting an - diesmal rund um St. Barbara.
Die St. Barbara Kapelle ist eine Ruine in Langensteinbach. 1330 erbauten die Mönche des Klosters Maulbronn an dieser Stelle eine Kapelle, die im 15. Jahrhundert zu einem Wallfahrtsort wurde. Später zerfiel sie und wurde erst im 17. Jahrhundert wiedererrichtet. Schon Anfang des 18. Jahrhunderts wurde sie infolge von Kriegen jedoch derart zerstört, dass erneut nur eine Ruine übrig blieb.

Vor einigen Wochen sind wir spontan zur Kapelle gefahren, um uns schon einmal nach möglichen geeigneten Plätzen umzusehen. Dabei entdeckten wir viele interessante Wege, Wiesen, Mauern und verborgene Ecken. Voller Vorfreude prüften wir gleich, aus welchen Perspektiven wir am besten fotografieren sollten und beendeten den Rundgang mit der Feststellung, dass dies sicherlich kein kurzes Shooting werden würde.

Nun war es also am Samstag soweit, wieder die Kostümkoffer zu packen. Ich schlüpfte erneut in die Rolle der Ravenna. Einiges über sie und das Kostüm habe ich bereits nach dem letzten Shooting geschrieben. Darum lasse ich gleich Dani zu Wort kommen, die nach der Guten Fee vom letzten Mal eine ganz andere Märchenfigur darstellte:

Dani über ihr Rotkäppchen:

Zu meiner Rolle als "Rotkäppchen" habe ich nicht wirklich viel zu sagen. Das liegt zum einem daran, dass wahrscheinlich jedem das Märchen von Wilhelm Grimm bekannt ist und ich zu dem Charakter nicht mehr viel zu sagen brauche. Zum anderen kommt noch hinzu, dass ich nichts Besonderes mit der Rolle verbinde oder charakterliche Ähnlichkeiten mit mir sehe.
Wie ich dennoch dazu kam, diese Märchenfigur zu übernehmen? Nun:
1. Kostümschranktür  auf
2. Welches Kostüm hatte ich noch nie an, wäre aber sicher mal spannend für ein Shooting?
3. Kleid entdeckt und überlegt: Welche Rolle könnte dazu passen? So kam es dazu.

Das rote Theaterkostüm hing schon ewig bei mir im Schrank. Ich hatte es mal billig bei Ebay ersteigert, aber noch nie getragen. Es war mir einfach immer zu eng. Es stammt wohl auch aus einem Ballett, da es sehr klein geschnitten ist.


Sylvie nutzte alle ihre Nähkünste und hat es für mich erweitert, damit ich es hinten zuschnüren kann. Dazu hat sie einen Stoff hineingenäht, um die Häckchen und Ösen weiter nach hinten setzten zu können, und eine Kordel eingefädelt, um alles richtig fest zuschnüren zu können.

  

Das meiste davon war alles Handarbeit, da das Kleid zu viele Stofflagen hat, als dass man es gut mit der Nähmaschine nähen konnte. 

      

Auch Easy half fleißig mit und glättete den Stoff...



Das Shooting


Als wir bei der Ruine ankamen, trafen wir gleich auf mehrere Radfahrer. Sollte hier etwa schon so früh am Morgen viel los sein? Unsere Sorge war unbegründet - die Leute, die vorbeikamen, konnte man an einer Hand abzählen. So suchten wir uns einen Platz nach dem anderen für Fotos - und davon gab es reichlich. Da das Wetter diesmal auch mitspielte, konnten wir uns viel Zeit lassen .... auch für eine Menge Quatsch. Beliebt war es z. B., die Königin mit albernen Sprüchen über Äpfel vom "ernst gucken" abzuhalten. Und Rotkäppchen bewies ihre Vielseitigkeit mit einem perfekten "Dahinsinken" nach dem Biss in den Apfel. (Ziemlich viel Apfel an diesem Tag.)

Und selbstverständlich stand wie immer Sylvie hinter der Kamera und drückte eifrig den Auslöser. So knipsten wir uns einmal rund um die Ruine herum - bis uns der Heißhunger in die Realität zurücktrieb.

  

Und nun das Wichtigste vom Tag: die Foto-"Ausbeute". Für Rotkäppchen suchten wir nach den verschlungenen Wegen, bei denen man sich fragte, ob hinter der nächsten Biegung nicht der Wolf lauern würde. Und auch die Lichtungen passten perfekt, um Rotkäppchen ganz verträumt ein paar Blumen für die Großmutter pflücken zu lassen. Wir waren bestens ausgerüstet, schließlich hatte Dani sogar einige Plastikblumen mitgenommen, die sie in die Erde steckte. :-)
Meine Königin bevorzugte die Nähe der Ruine, die je nach Kamerawinkel durchaus wie eine einst stolze Burg wirkte, an der schon der zerstörerische Zauber nagte.

 
 

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Bunter Märchen-Mix: Rotkäppchen musste kurzfristig für Schneewittchen einspringen ;-)
   
Wer braucht schon einen bösen Wolf, wenn er eine böse Königin hat! :-)


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Und natürlich hatten wir auch wieder eine Menge Spaß:

Der Oscar in der besten Nebenrolle geht an meinen Kragen als wildgewordene Krähe
 
Und den Oscar für die beste Hauptrolle gewinnt Easy als böser Wolf
Und sie spielte nebenbei noch den Huntsman, der Snow White rettet und durch Abschlecken wieder zum Leben erweckt



   
Die Drama Queen sorgt bei manchen nur für ein müdes Gähnen

Danis Schuh gab am Ende des Shootings nicht den Geist, aber die Sohle auf
       

Was aber kein Grund ist, gleich die Weinflasche für die Großmutter zu köpfen :-)

O-Ton: "In meinem Wald dulde ich keine Wildpinkler!" (Nein, Dani machte nur ein Foto!!)
 
 
Der Accessoires-Dieb wird ertappt und spielt beim Beweisfoto das Unschuldslamm
 
Und zu guter Letzt: Wir fotografierten ein seltsames Wesen, als es gerade die Mauer entlang huschte, und Sylvie identifizierte es später mit Kennerblick als seltene "Rennerdbeere"!

Wie immer gibt es auch ein Video von Sylvie: