Samstag, 1. November 2014

Süßes oder Saures!

Was gehört zu einem gemütlichen, aber ordentlichen Halloween-Abend? Deko für die Stimmung natürlich, ein passendes Essen, eine Prise Gruselfaktor und selbstverständlich Süßes für Kinder (und Erwachsene ;-)).

Zur Einstimmung auf unseren Halloween-Abend begannen wir mit der Deko. Bis es richtig dunkel wurde, blieb noch ein wenig Zeit. Also hieß es Cutter, Kleber, Klopapierrollen gezückt! Aus letzteren wurden zusammen mit Küchenrollen und Müslidosen kleine Geister. Herausgeschnittene Augen und ein Leuchtstab genügten, um sie zum "Leben" zu erwecken. Ihren Halloween-Dienst taten sie den Abend über an der Hauswand hängend.

 



Auch Mumien sind etwas Feines an Halloween. Wir entschieden uns für die kleine, aber nicht weniger strahlende Variante: Da wurde gewickelt und gewickelt ... nämlich Mullbinden um Marmeladengläser. Dazu ein Paar Wackelaugen und Leuchtstäbe oder Teelichter - fertig waren die Mumienlichter.

 
 

Die strahlenden Gesellen durften ins Treppenhaus, wo sie zusammen mit vielen weiteren Kerzen und Leuchtstäben klingelnde Kinder begrüßten und ihnen den Weg zu den Süßigkeiten wiesen.

   
 
Die kamen nämlich zahlreich. Und ebenso zahreich waren die Gummibärchen und Schokoriegel, die sich die kleinen Geister, weißen Frauen und Hexen in die Taschen stopfen durften. Egal ob sie ganz brav ein Gedicht aufsagten oder - wie es sich für ein ordentliches Halloween-Nachtwesen gehört - mit viel Radau durchs Treppenhaus polterten: Jeder durfte in den großen Hexelkessel greifen.


Wirklich jeder? Ja, nicht nur Kinder! Ein kleines Rudel unbeugsamer Erwachsener bewaffnete sich mit Lampenschirm auf dem Kopf sowie Teppich um die Schultern und ging auf Süßigkeiten-Jagd. Scheu wie solche Wohnzimmer-Werwölfe nun einmal sind, mussten sie auf den letzten Metern von den Kleinen ermuntert werden, in den Beute-Topf zu greifen. O-Ton Kind: "Nein, IHR geht jetzt da rauf, IHR wollt doch die Süßigkeiten!"

Aber natürlich wollten auch die Erwachsenen, die nur durch die dunkle Nacht streiften, um geschwind den hauseigenen Werwolf Gassi zu führen, versorgt sein. Und was war typischer für diesen Abend als ... Kürbissuppe?! So wurde die Küche gestürmt, geschnibbelt, gerührt, gewürzt ... Oh ja, gewürzt! Wie heißt es: "Zu viele Köche verderben den Brei"? Vergesst es! Erst als wirklich jeder eifrig zu den zahlreichen Gewürzen gegriffen und nicht damit gespart hatte, sie in den Topf zu kippen, war die Suppe allen würzig genug. Einhalt geboten wir uns selbst erst, als es empört hieß: "Was, du willst Kürbis reintun? Wie kannst du Kürbis in diese Kürbissuppe tun? Das passt doch nicht zu den Gewürzen!" So muss eigentlich gar nicht mehr erwähnt werden, dass die Suppe ebenso wie die gebackenen Kürbisschnitze und der Salat auch den letzten Gourmet-Geist sehr zufriedenstellte.


   


Was fehlte nun noch? Der kleine Gruselfaktor. Passend zu der Tatsache, dass diesen Monat der Erste-Hilfe-Kurs auf dem Einstig-Programm steht, wurde der Schminkkoffer gezückt. Er offenbarte einen Halloween-gerechten Inhalt: unzählige Theaterblut-Fläschchen, sogenannter Wundschorf, Wund-Füller ... Was grausig klingt, sah auf den Händen und Armen auch nicht weniger grausig aus. Da wurde eifrig gefachsimpelt, welche Blutsorte zu flüssig sei und welche zu hell, oder wann schwarzer Lippenstift zum Einsatz kommen sollte ... Und selbst eine zerbrochene, nicht mehr zu rettende Porzellanpuppe wurde nicht verschont und bekam kurzerhand als Halloween-Braut ein neues Leben.

   
  

Und wie wir all diese Wunden fachgerecht versorgen können, lernen wir demnächst im Erste-Hilfe-Kurs.

Und hier könnt Ihr den Halloween-Abend in bewegten Bildern sehen. Für eine größere Ansicht klickt auf den Video-Titel  und schaut es Euch direkt auf Youtube an. Dort könnt Ihr auch die Qualität in HD ändern.


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